Ein kleines Dorf, liegt fast versteckt in einem Südhang zwischen Wäldern und Koppen. Der Ort entwickelte sich, nachdem er 1656 noch als total zerstört und unbewohnt vermerkt worden war, erstaunlich schnell. 1766 zählte Girst bereits 74 Einwohner in 11 Häusern. Als die Girster Klause 1830 mit Hinkel eine Gemeindesektion wurde, erhielt Girst die volkstümliche Bezeichnung “Aal Giischt”, die nach dem 2. Weltkrieg aber wieder verschwand. 

Neben den Ackerbauern war der Steinbrecher ein heimischer Beruf. Es gab mithin Steinbrüche im Ort selbst oder aber in der näheren Umgebung. Um 1905 verlegte man eine Kanalisation und eine Wasserleitung. Etwa zwanzig Jahre später wurde die Dorfstraße ausgebaut. Der Weg Hinkel-Dickweiler war bis dahin höher gelegen und verlief durch den Hang oberhalb der Häuser. 

Es gab als landwirtschaftliche Genossenschaft nur den Lokalverein, der auch heute noch besteht, eine Dorfmolkerei gab es nie. Die Leute verarbeiteten ihre Milch selbst und brachten Butter und Käse zum Markt. 1941 verordnete der deutsche Okkupant die Anlieferung der Milch zur Molkerei Dickweiler. Nach Auflösung der Dorfmolkereien Ende 1942 wurde die Anlieferung nach Irrel verfügt.

Print Friendly, PDF & Email