Ein altehrwürdiger Walfahrtsort zur heiligen Muttergottes. Bekannt war die Marienstätte unter der Bezeichnung die Kapelle, oder die Klause von Girst. Erst bei der Gemeindereform von 1830 wurde die Klause mit Hinkel eine Sektion der Gemeinde Rosport. Um diese Zeit siedelten sich die ersten Leute dort an. Die Schreibweise Girsterklaus kommt erst nach 1880 allmählich in Gebrauch. Im Volksmund blieb die Bezeichnung schlicht und einfach “op der Klaus” erhalten. Bedingt durch die schlechten Zufahrtswege, blieb der Ort lange Zeit ein stilles, abgelegenes Dort. 

Wie überall hatten alle Leute, auch die nicht hauptberuflichen Bauern, Nutzvieh. Die Milch mussten sie selbst zu Käse und Butter verarbeiten und auch zum Markt bringen, dies bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Nur während der Kriegsjahre musste dieselbe zum Kleinwarenhändler nach Hinkel zur obligatorischen Ablieferung gebracht werden. In gesellschaftlicher Hinsicht bildeten die Bewohner von Girsterklaus eine Dorfgemeinschaft mit den Bewohnern aus Hinkel. 

Zur Schule gingen die Kinder von Girsterklaus ab 1840 zu Fuß nach Hinkel; nach 1960 nach Girst und von 1969 bis 1979 nach Dickweiler. Ab 1979 nach Rosport.