Im 19. Jahrhundert ist Osweiler durch eine sprunghafte Bevölkerungsentwicklung gekennzeichnet. Die Volkszählung von 1766 führt 39 Häuser mit 290 Einwohnern auf, die sich in folgenden Gesellschaftsschichten aufteilen: 19 Tagelöhner, davon zehn als am bezeichnet; neun Bauern; sechs Handwerker; fünf Bettler und Bettlerinnen; ein armer ruinierter Pächter sowie ein Kuhhirte; dazu verschiedenes Gesinde.

Bis 1851 steigt die Einwohnerzahl auf 751, fällt bis 1885 auf 581. 1900 ist die Bevölkerung wieder bis auf 704 gestiegen und 1922 auf 529 gesunken. Hieraus erkennt man ganz deutlich die Auswanderungsepochen. Die Auswanderungsepochen war außergewöhnlich hoch. Das wiederum belegt die mangelhafte Arbeitsmöglichkeit zur Ernäherung der Familie. Man kann also annehmen, dass die Entwicklung zum landwirtschaftlichen Familienbetrieb, der später die Hauptgrundlage der dörflichen Gesellschaft darstellte, nicht mit der rapiden Bevölkerungszunahme Schritt halten konnte.